Diese Verwirrung tritt in Sicherheitsbesprechungen immer wieder auf: Jemand nimmt ein Messgerät mit nach draußen, lässt es auf Null absinken und glaubt, das Instrument sei kalibriert. Das ist es aber nicht. Die Nullstellung an der Frischluft und die vollständige Kalibrierung hängen zwar zusammen, erfüllen aber völlig unterschiedliche Zwecke.

Verwechselt man die Geräte, erhält man einen Detektor, der zwar betriebsbereit erscheint, dessen Messwerte aber dennoch abweichen, fehlerhaft oder außerhalb der Toleranz liegen können. Für Einkaufsteams und Baustellenleiter ist diese Unterscheidung wichtig, da sie Ausfallzeiten, den Verbrauch von Kalibriergas und die Zuverlässigkeit der Belichtungsmessungen beeinflusst.
Frischluft-Nullpunkt bedeutet eine Zurücksetzung der Ausgangslage.
Der Frischluftnullpunkt signalisiert dem Detektor: „Verwende diese saubere Atmosphäre als Referenzpunkt.“ Dabei geht es hauptsächlich um die Basiskorrektur. Konkret hilft er dem Gerät zu verstehen, wie der Nullpunkt aktuell für driftempfindliche Sensoren aussehen sollte.
Das kann nach Transport, Lagerung oder Änderungen der Umgebungsbedingungen hilfreich sein. Es kann auch hilfreich sein, wenn ein Detektor in bekanntermaßen sauberer Luft eine geringe Abweichung anzeigt. Eine Frischluftnullung bestätigt jedoch nicht, dass der Sensor bei einer Zielkonzentration korrekt reagiert. Sie gibt dem Gerät lediglich den Ausgangspunkt an.
Die vollständige Kalibrierung prüft die Reaktion anhand bekannter Gase.
Bei der Kalibrierung wird zertifiziertes Gas in bekannter Konzentration verwendet und das Messgerät so justiert, dass sein Messwert mit diesem Referenzwert übereinstimmt. Dieser Vorgang bestätigt die Messgenauigkeit. Wenn Sie Wartungsintervalle planen oder eine interne Wartungsroutine einrichten, entspricht diese Arbeit den im Abschnitt „ Kosten für die Kalibrierung tragbarer Gasdetektoren“ beschriebenen Arbeiten.
Ein Detektor kann den Nullpunkttest mit Frischluft bestehen und dennoch kalibriert werden müssen. Dies gilt insbesondere nach Einwirkung rauer Atmosphären, Verschmutzung, altersbedingter Drift oder Sensoraustausch.
Wo Stoßtests ihren Platz haben
Fügen wir nun einen dritten Begriff hinzu: Funktionstest. Ein Funktionstest ist eine kurze Überprüfung, um sicherzustellen, dass die Sensoren und Alarme auf Gas reagieren. Er ist nicht mit einer vollständigen Kalibrierung gleichzusetzen, zeigt Ihnen aber, ob das Gerät betriebsbereit, reaktionsfähig und sofort einsatzbereit ist. Eine detaillierte Erklärung dieses Zusammenhangs finden Sie unter „ Funktionstest vs. Kalibrierung“.
Was sollten Sie also vor Ihrer Schicht tun?
Für den alltäglichen Gebrauch ist die Abfolge in der Regel unkompliziert:
- Überprüfen Sie den Monitor und das Zubehör.
- Null bei bestätigter Reinluft, falls Instrument und Verfahren dies erfordern
- Führen Sie einen Funktionstest gemäß den Richtlinien des Standorts und den Anweisungen des Herstellers durch.
- Führen Sie eine vollständige Kalibrierung planmäßig oder immer dann durch, wenn die Leistung fraglich ist.
Dies passt gut zum Ablauf in dieser 5-Minuten-Testcheckliste.
Wenn Frischluftzufuhr Null ist, ist das der falsche Schritt
Das Nullstellen eines Messgeräts wird riskant, wenn die Luft nicht wirklich sauber ist. Enthält die Umgebung Restmengen an giftigen Gasen, Lösungsmitteldämpfen, Fahrzeugabgasen oder Sauerstoffungleichgewicht, kann das Gerät eine verunreinigte Atmosphäre als normal „akzeptieren“ und später eine tatsächliche Gefahr verbergen. Deshalb glauben Einsatzkräfte manchmal, ein Detektor sei ungenau geworden, obwohl das Problem in Wirklichkeit darin besteht, dass er am falschen Ort nullgestellt wurde.
Wann die Kalibrierung erfolgen sollte
Warten Sie nicht bis zum regulären Intervall, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Monitor hat den Stoßtest nicht bestanden.
- Ein Sensor wurde ausgetauscht
- Die Einheit war einem schweren Überreichweitenereignis ausgesetzt.
- Die Messwerte sind instabil oder offensichtlich falsch.
- Der Detektor wurde unsachgemäß gelagert oder war verunreinigt.
Solche Situationen rechtfertigen mehr als nur eine Neukalibrierung. Sie erfordern den Nachweis, dass die Messwerte wieder korrekt sind.
Die einfache Regel
Verwenden Sie Frischluft, um eine saubere Ausgangsbasis zu schaffen. Führen Sie einen Funktionstest durch, um die Reaktion zu bestätigen. Führen Sie eine vollständige Kalibrierung durch, um die Genauigkeit zu überprüfen. Sobald die Teams diese drei Schritte trennen, verschwinden viele Streitigkeiten und die Wartung des Detektors wird deutlich einfacher.